MAC- Berlin e.V. - MAC- Speedway
Quelle: Marko Bizjak
Zum Saisonabschluss 2004 veranstaltete der MAC Berlin e.V. das letzte offiziell ausgeschriebene
Rennen auf dem MAC-Speedway. Aufgrund der schlechten Wettervorhersagen für das letzte Oktober
Wochenende, hatten sich leider nur 13 Fahrer für das Rennen genannt. Darunter Peter Leue vom MRC
Leipzig als einziger nicht ? MAC´ler ?, der unbeeindruckt vom Wetter trotzdem seinen weiteren Weg
antrat.
Somit waren überwiegend Fahrer vom MAC Berlin e.V. am Start..
Der Deutsche Wetterdienst täuschte sich leider nicht. Der Samstag war total verregnet und das Training fiel daher größtenteils flach. Nur vereinzelt testeten Fahrer die Regenbedingungen. Da es vor Ort jedoch ein schönes Bistro gibt und das Fahrerlager in einer großzügigen Halle aufgehoben war, konnte man trotzdem angenehme Stunden verbringen.
Laut Wettervorhersage sollte der Sonntag regenfrei bleiben und dem war auch so. Am Morgen hingen die Wolken zwar noch sehr tief, es lockerte jedoch zum Mittag auf, so dass wir sogar teilweise Sonnenschein mit super blauem Himmel hatten. Natürlich wie es sich gehört auch nur über der Strecke! Trotz relativ angenehmen 15° C trocknete die Strecke nur sehr langsam ab.
Da wegen der geringen Teilnehmerzahl genügend Zeit vorhanden war und die Fahrer sich nur langsam an der Strecke einfanden, wurde der 1. Vorlauf erst um kurz vor 12 Uhr gestartet! Es wurden vier Vorläufe mit 2 Gruppen gefahren.
Auch wenn das Wetter mitspielte, sollte das Rennen kein Zuckerschlecken werden, da die Strecke im langsamsten Schneckentempo abtrocknete und der Asphalt noch eine feine Sandschicht von den letzten Streckenbauarbeiten auf sich trug, beides vermischt vergleichbar wie Schmierseife. In allem also sehr schwierige Streckenbedingungen für die Fahrer!
Im ersten Vorlauf konnte man schon erkennen, wer ein gutes Setup und ein feinfühligen Gasfinger hatte. Ronny Prill hängte die Messlatte gleich in den ersten Runden sehr hoch und sicherte sich die erste Position. Das sollte sich auch in den nächsten Vorläufen nicht mehr ändern. Im vorletzten Lauf fuhr er seine Bestzeit mit 11 Runden in 5.06,82 und holte sich somit die Pole Position fürs Finale.
Die Strecke trocknete nun immer mehr ab und auch andere Fahrer konnten die 11 Runden erreichen und sich somit fürs Finale direkt qualifizieren, darunter waren:
2. Tobias Bauschke mit 11 Rd. 5.11,91 MAC Berlin e.V.
3. Andreas Kriegsmann mit 11Rd. 5.17,35 MAC Berlin e.V.
4. Robert Bizjak mit 11Rd. 5.20,71 MAC Berlin e.V.
Der Rest musste durchs Halbfinale.
Zum Halbfinale war die Strecke dann komplett abgetrocknet und bot vom ganzen Tag den anständigsten Griff. Die Startaufstellung war wie folgt:
Gleich vom Start aus konnten sich Siggi Schöne und Peter Schirge vom Feld etwas absetzten, da es hinter den beiden bereits in der zweiten Kurve zu einem Gerangel gekommen war und zu mehreren Kollisionen führte.
Nutznießer aus diesen Kollisionen war Marko Bizjak der von Platz 7 auf 4 vorfahren konnte. Das Halbfinale bot häufige Platzwechsel aufgrund von einigen spektakulären Drehern und Abflügen. Im letzten Drittel des Halbfinales kam es zwischen Marko Bizjak und Peter Schirge zu mehreren Führungswechseln, was den Rennausgang spannend machte.
Zum Schluss konnte sich jedoch Marko Bizjak mit einem Abstand von 15 Sekunden durchsetzen.
Die als schnellste gewertete Runde wurde von Marko Bizjak mit 25,43 sek. gefahren, über 3 Sekunden langsamer als mit optimalen Streckenbedingungen! Gerhard Busse schaffte es mehrmals die 22 Sekunden zu unterbieten, seine inoffizielle schnellste Runde war 16,11 sek.. Wie hat er das bloß bei diesen Witterungen geschafft???
Somit stiegen ins Finale auf:
1.Marko Bizjak
2. Peter Schirge
3. Siggi Schöne
4. Uwe Dietl
5.Thomas Wujecki
und
6. Mario Mischke
Die Startaufstellung fürs Finale sah somit folgendermaßen aus:
Nach einer kurzen Auszeit wurde der Start recht spät um 16:13 Uhr freigegeben. Ähnlich wie im Halbfinale gab es gleich in der ersten Runde großes Gerangel. Ronny Prill, Andres Kriegsmann und Siggi Schöne nutzen dies uns setzten sich etwas vom Feld ab.
Tobias Bauschke, Marko Bizjak und Peter Schirge konnten anfangs die Pace nicht ganz mithalten, blieben jedoch mit Abstand mehr oder weniger an den ersten drei dran.
Robert Bizjak wurde im Gerangel mehrmals von der Strecke gedrängt und musste erst einmal den Vorsprung der anderen wieder aufholen. Auch im Finale waren wieder einige Dreher und Abflüge zusehen, von den kein Fahrer verschont blieb.
Die Streckenbedingung wurde von Runde zur Runde schlechter. Aufgrund der Winterzeitumstellung von Samstag auf Sonntag dämmerte es bereits frühzeitig. Die Strecke wurde zudem immer sandiger wegen der vielen Abflüge.
Die erst neu aufgelegte Muttererde hinter den Rasenkantsteinen wurde fleißig über den ganzen Streckenkurs transportiert, teilweise sah man sie als große Sandflecken auf dem Asphalt. Wehe man ist drüber gefahren!
Schließlich wurde es zum Abend immer Kühler und man merkte deutlich wie die Reifen an Griff verloren. Gut wer da die weichsten Reifen drauf hatte. In allem war jeder Fahrer stark damit beschäftigt sein Auto vernünftig und schnell auf der Straße zu halten.
Marko Bizjak konnte immer mehr auf die ersten zwei aufschließen. Aufgrund zahlreicher Dreher kam es auch hier zu häufigen Platzwechsel. In Runde 22 musste Andreas Kriegsmann wegen eines technischen Defekts aufgeben.
Somit kämpften nur noch Ronny Prill und Marko Bizjak um die Spitze, da der Rest des Feldes immer mehr zurück fiel. Nach Runde 46 gab dann auch Siggi Schöne das Rennen vorzeitig auf. Nach Fahrfehlern von Ronny Prill konnte Marko Bizjak endgültige die Spitze übernehmen und gab sie bis zum Ende auch nicht mehr ab.
Sieger wurde somit nach 64 Runden Marko Bizjak vor Ronny Prill (63 Runden) und Robert Bizjak (62 Runden). Die schnellste Runde im Finale wurde von Ronny Prill mit 25,46 sek. gefahren.
Finalendplatzierungen:
Im Ganzen war es ein gelungenes Rennwochenende, auch wenn die Rennbedingungen sehr schwer waren und der Samstag kein vernünftiges Training zuließ. Erfreulich war, dass die Fahrer trotz des schlechten Griffs fair und rücksichtsvoll gefahren sind, so dass keine größeren Schäden an den Autos entstanden sind.
Die Organisation lief reibungslos und ohne große Probleme. Vielen Dank an Friedel Brandt, der sich die Zeit für die Zeitnahme genommen hat und den restlichen MAC Mitgliedern, die tatkräftig versucht haben, die Bahn sauber zu halten.. Ich denke, jeder hatte trotz dessen Fun am FunRace!